07 de Mayo de 2008 - 19:39
Landwirtschaft geht wieder auf die Strasse
Bauern und Produzenten nehmen Protestmassnahmen wieder auf. Blockade von Häfen und Weizentransporten für den Export sollen bis zum 15. Mai anhalten.
  
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Am Ende war alles für die Katz. Mehr als einer der argentinischen Bauern und Produzenten dürfte am Mittwoch Abend an diesen Spruch gedacht haben. Auch ein mehrstündiges Treffen zwischen Vertretern der Regierung von Staatspräsidentin Cristina Fernández und den Vorsitzenden der vier wichtigsten Landwirtschaftsvereinigungen brachte in der Frage der umstrittenen Steuererhöhungen auf Exporte von Weizen und Soja keinerlei Fortschritte. Der Landwirtschaftssektor will deshalb bis zum 15 Mai erneut auf die Strasse gehen.

Die Regierung von Staatspräsidentin Cristina Fernández und die lokale Landwirtschaftsproduktion befinden sich seit knapp sechs Wochen im Streit. Auslöser war die überraschende Erhöhung der Quellensteuer auf Weizen- und Sojaexporte Anfang April. Damals hatte der ehemalige Wirtschaftsminister Martín Lousteau eine Erhöhung der Abgaben um bis zu 44 Prozent festgelegt. Die Antwort der Bauern und Produzenten waren Blockaden der Strassen und Ausfuhrhäfen im ganzen Land. Ein Verhandlungsangebot sowie der Rücktritt des umstrittenen Ministers führte vor zwei Wochen zur Aufhebung der Maßnahmen. Dazwischen war es zeitweise auch in den argentinischen Großstädten zu Versorgungsengpässen bei Nahrungsmitteln gekommen.

Zudem liegt seit nunmehr knapp zwei Monaten auch die Ausfuhr von Fleisch- und Weizenexporte auf Eis. Im Kampf gegen die Inflation versucht die Regierung damit die Inlandspreise auf Grundnahrungsmittel zu drücken. Beobachter und Medien machen vor allem die Figur des ehemaligen Regierungschefs und Gatten der heutigen Präsidentin, Néstor Kirchner für die harte Haltung der Regierung verantwortlich.

Im Gegensatz zu den letzten Protestaktionen haben die Landwirtschaftsvereinigungen beschlossen, nicht den gesamten Lastwagenverkehr lahmzulegen. So soll die Fahrt allein den Ladungen verweigert werden, die für den Export bestimmt sind. Zudem sollen die wichtigsten Ausfuhrhäfen blockiert werden.

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