Die Repräsentanten der vier grössten Landwirtschaftsverbände Argentiniens haben sich auf eine Verlängerung der Streikpause geeinigt. Nach intensiven Kontakten zwischen der Regierung und den Vorsitzenden der Gewerkschaften Sociedad Rural, Federación Agraria, Confederaciones Rurales und Coninagro, kamen die Vorsitzenden überein die Blokaden und Protestaktion nicht wie geplant am 2. Mai wiederaufzunhemen.
Der Plan sei es weitere 20 Tage mit der Regierung über eine Abschwächung des umstrittenen Massnahmenpaketes vor, der vor knapp zwei Monaten einen landesweiten Streik des Ladnwirtschaftssektors verursacht hatte. Der vom ehemaligen –vom ehemaligen Wirtschaftsminister Martín Lousteau präsentierte Plan sah eine Erhöhung der Quellenabgabe auf Soja- und Weizenexporte von bis zu 44 Prozent vor. Nach der heftigen Reaktion des Sektors –unter denen Strassenblokaden auch zu Versorgungsengpässen in den arfgentinischen Grossstädten führte¬- konnten die vier stärksten Landwirtschaftsverbände ihre Mitglieder dazu bringen, die Proteste auszusetzen, um einer Verhandlungsrunde mit der Regierung von Staatspräsidentin Cristina Fernández de Kirchner zu ermöglichen. Fristende war bis gestern der 2. Mai.
Nach dem Rücktritt von Martín Lousteau vom Amt des Wirtschaftsministers am letzten Wochenende signalisierte Kabinettschef Alberto Fernández, dass es zu möglichen Einschnitten bei den Massnahmen kommen könnte. Die Vorsitzenden der Landwirtschaftsverbände bedankten sich gestern mit einer Fristverlängerung um 20 Tage. Am heutigen Mittwoch ist ein diesbezügliches Treffen zwischen den Repräsentanten des Sektors und Ministerchef Alberto Fenrández geplant.
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